b u s i n e s s . p r a x i s
Bildung, Arbeit & Soziales  |  Gesundheit & Prävention

Menschen haben ein Recht auf ein gutes Leben: Gesundbleiben trotz Arbeitslosigkeit.

Perspektiven eröffnen - Mehr Chancen für Arbeitssuchende im Projekt Perspektive AktivA


Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat sich für die Förderperiode 2014 bis 2020 im Bereich „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ das Ziel gesetzt, die Beschäftigungsfähigkeit von am Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Personengruppen zu erhöhen.Derzeit sind Teile der Bevölkerung vom dauerhaften Ausschluss aus dem Beschäftigungssystem und somit von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht. Anzeichen hierfür sind u. a. die Verfestigung der Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB II (Langzeitleistungsbezug) sowie die trotz wirtschaftlichen Aufschwungs weiter steigende Armutsgefährdung.
In besonderer Weise davon betroffen sind Alleinerziehende, Geringqualifizierte und Migrantinnen und Migranten sowie deren Familien.
Das Ausmaß des Langzeitleistungsbezugs im SGB II in Rheinland-Pfalz verharrt auf hohem Niveau. Der Förderansatz „Perspektiven eröffnen“ mit seinen vielfältigen und auf die Einzelne/den Einzelnen abstellbaren individuellen Handlungsansätzen soll diesem Langzeitleistungsbezug entgegenwirken.

Projektinhalt ist die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit durch ein hohes Maß an Gesundheitsförderung, damit mittelfristig bis langfristig auch die Chancen auf eine Vermittlung in Arbeit erhöht und das Armutsrisiko vermindert werden sollen. Teilnehmende profitieren auch in der laufenden Förderperiode wieder von der reichhaltigen Erfahrung des Jobcenters Kusel in Kooperation mit business.praxis Bildung, Arbeit & Soziales, Gesundheit & Prävention.

business.praxis ist ein modernes Bildungs-, Beratungs- und Gesundheitszentrum.

„Wir sind Impulsgeber und fördern Menschen ganz gezielt entsprechend ihrer persönlichen Bedürfnisse“, so die Geschäftsleiterin Andrea Schäfer, und weiter: „Arbeitslosigkeit ist ein Gesundheitsrisiko. Deshalb ist Projekt-Fokus in diesem Jahr Gesundheit nach Definition der Weltgesundheitsorganisation, der zufolge Gesundheitsförderung auf einen Prozess zielt, der allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit ermöglicht und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigt. Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es daher notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können“ (WHO 1986).

 


Das ins Projekt implementierte standardisierte Manual zur Gesundheitsförderung von Langzeiterwerbslosen zielt mit seinen einzelnen Bausteinen auf die Bewältigung der multiplen Problemlagen ab sowie auf die Wahrnehmung und Bewertung von Handlungsmöglichkeiten bzw. -restriktionen.

Gesundheit ist eine Frage des Bewusstseins und beginnt in erster Linie im Kopf, nämlich im Denken. Und die Transition Langzeitarbeitslosigkeit ist ein jahrelang andauernder Zustand von Unsicherheit und Regellosigkeit, den Betroffene alleine kaum bewältigen können. Deshalb besteht im gesundheitsfördernden Setting für langzeiterwerbslose Menschen die Möglichkeit, sich mit sich selbst und ihrem Gesundheitszustand auseinanderzusetzen, sich ihrer Stärken und Ressourcen bewusst zu werden und auf eine Verbesserung ihrer beruflichen, finanziellen und gesundheitlichen Situation, ihrer Wohnverhältnisse und ihrem Empowerment selbst hinzuarbeiten.

Ziel des Projektes ist also kurz gesagt, die Bewältigung von Arbeitslosigkeit durch das Erlangen von Gesundheits- und Alltagskompetenz durch persönliche Stabilisierung sowie die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitleistungsbeziehenden als Alternative zu einem lebenslangen Verharren in der Grundsicherung.
Eine Situationsanalyse bei Projekteintritt identifiziert Handlungsbedarfe hinsichtlich der individuellen Situation und Arbeitsmarktintegration. Eine Förderplanung leitet die Bearbeitung der festgestellten Handlungsbedarfe ein. Erfahrene Ausbilder, Dozenten und sozialpädagogische Fachkräfte unterstützen die Teilnehmenden ihren Weg zu finden, erarbeiten gemeinsam mit ihnen Lösungsstrategien und helfen dabei, auch schwierige Situationen zu meistern.
Zahlreichen Unternehmen brennt das Thema Fachkräftemangel unter den Nägeln: So ist das ESF-geförderte Projekt schon im ersten Quartal durch die Möglichkeit der Weiterbildung zur Betreuungsfachkraft nach § 53 c SGB XI in den Blick von sozialen Dienstleistungsunternehmen geraten, die sich auf veränderte Bedingungen am Arbeitsmarkt einstellen und Arbeitskräfte passgenau auswählen müssen, um diesen und sich selbst langfristig Perspektiven zu eröffnen.

Dafür stellt Andrea Schäfer gemeinsam mit ihrem Team einen großen Kompetenz-Pool zur Verfügung, um Menschen nachhaltig zu helfen.

Projekte des Trägers werden durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Weitere Informationen:

ESF-Websites der Europäischen Kommission: https://ec.europa.eu/esf/

ESF-Verwaltungsbehörde Rheinland-Pfalz: www.esf.rlp.de

Website des Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz: https://msagd.rlp.de